Was haben Goldbären und die Sonne gemeinsam? Eine ganze Menge. Und zunächst mal einen naheliegenden Irrtum. Denn Hitze bringt die Süßwaren nicht unbedingt zum Schmelzen. Sondern kühlt richtig ab - und zwar im HARIBO-Museum im französischen Uzés.
Kurz vor der feierlichen Einweihung im Juni 2007 beginnt die Installation der Solarkollektoren vor dem HARIBO-Museum. Die Mitarbeiter der PHÖNIX SonnenWärme AG sorgen mit ihrer Solarthermieanlage - gekoppelt mit „suninverse“ (der Absorptionskältemaschine) zur Kühlung - für Konstruktion und Betrieb. Finanziert wird das Projekt als Public Private Partnership vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) und der PHÖNIX SonnenWärme AG.
Seit der Eröffnung des HARIBO-Museums im Mai 1996 informieren sich jährlich 220.000 große und kleine Besucher in dem kleinen südfranzösischen Ort über die Geschichte der Lakritz-, Fruchtgummi- und Bonbonherstellung. Schließlich sind die süßen Leckereien nicht nur im Land von ZDF-Moderator und TV-Werbestar Thomas Gottschalk ("Wetten dass...?!") überaus populär. Die im Eingangsbereich installierten Solarpaneele spenden den Besucherschlangen im Sommer Schatten während der Wartezeit und kühlen gleichzeitig das Gebäudeinnere.
Dass mit Solarenergie Brauchwasser erwärmt und Räume geheizt werden, ist inzwischen bekannt; Sonnenwärme zur Kühlung zu nutzen ist ein Novum. Dabei ist das Geniale, dass sich die Überschusswärme aus den Kollektoren im Sommer genau mit den Bedarfsspitzen der Gebäudekühlung deckt. Die zu kühlende/heizende Fläche des HARIBO-Museums beträgt über 800 Quadratmeter.
Der Betrieb der Anlage ist mit einer Informationskampagne zur Solarenergienutzung sowie Schulungen für Vertriebspartner verbunden und wirbt vor Ort für die Qualität und Zuverlässigkeit von Solartechnologie "Made in Germany". Die Demonstrations- und Referenzanlage verstärkt den Markteinstieg der PHÖNIX SonnenWärme AG in Frankreich, die bereits seit 2003 in Nantes ansässig ist. Dazu Nils Lunkenheimer, kaufmännischer Leiter Frankreich: "Wir sind stolz unseren französischen Kunden und Partnern mit dem HARIBO-Projekt eine weitere technische Lösung vorzustellen, die unser Know-how im Bereich Solarenergie manifestiert und unsere Entwicklung in Frankreich vorantreiben wird."
Das Thema Erneuerbare Energie stößt in Frankreich zunehmend sowohl bei Unternehmen als auch bei privaten Bauherren auf Interesse. Kleine und mittelständische Unternehmen erhalten zudem hohe Förderungen beim Einsatz von Solartechnologie, je nach Region bis zu 70 Prozent. Privatpersonen können bis zu 50% der Investition von Solaranlagen steuerlich geltend machen.
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